Die Dunkelheit mit ihren Sorgen
flieht vor dem Tag zu den Sternen hinauf.
Das erste Licht ruft nach dem Morgen
und die Sonne geht auf.

Junger Tag, ich frage dich,
was ist dein Geschenk an mich?
Bringst du Tränen von gestern zurück
oder neue Liebe und neues Glück?
Dreh‘ dich um und zeig dein Gesicht
Junger Tag, enttäusche mich nicht.

Liebe Freunde des AGV,

das neue (junge) Jahr 2021 hat vor wenigen Tagen begonnen und so wie Gitte Haenning 1973 den jungen Tag besungen hat, so kann man heute singen; „Junges Jahr, ich frage Dich, was ist Dein Geschenk für mich“. Bevor wir uns aber mit der Zukunft beschäftigen, ist jetzt die Zeit inne zu halten und einen Blick auf das zurückliegende Jahr zu richten.

Was haben wir in 2020 nicht alles erlebt?

2020 kann man mit einem einzigen Wort überschreiben: „Corona“!

Anfang 2020 kam der Virus bei uns an. Zuerst nahm man dies nicht wirklich ernst, wir alle dachten, das ist eben wie bei einer ganz normalen Grippe. Weit gefehlt, in den zurückliegenden Monaten mussten viele Menschen wahrnehmen, dass die Auswirkungen doch deutlich gravierender wie bei einer normalen Grippe sind. In der Folge kam es zu zwei Lockdowns. Einzelhändler, Gastronomen, Gewerbetreibende mussten für Wochen zumachen, die Innenstädte waren verwaist. In vielen Firmen wurde Kurzarbeit angeordnet, Kindergärten und Schulen wurden geschlossen und das Vereinsleben kam zum Erliegen.

Anfangs sah man wenige Menschen mit Schutzmasken, heute ist das selbstverständlich.

Niemand von uns hat jemals eine solche Situation erlebt. Immer wieder kam bei uns allen die Frage auf, „Was ist wie zu tun?“ und „Ist das richtig, was wir tun?“. Die Politik musste Entscheidungen treffen, ohne wirklich zu wissen, ob diese Entscheidungen die richtigen sind. Entscheidungen wurden auf Bundes- und Länderebene wie auch in den Verbänden und einzelnen Vereinen immer mit besten Wissen und Gewissen getroffen. Dass man dabei auch das eine oder andere Mal nachjustieren musste, war bei der anhaltenden Pandemie nicht anders zu erwarten.

Die Einschränkungen haben dazu geführt, dass zwei Jahrmärkte, der Sängerhock, unsere Weihnachtsfeier und viele Proben im vergangen Jahr nicht durchgeführt werden konnten. Die Gesundheit war wichtiger. Dennoch fehlen uns insbesondere die Einnahmen aus diesen Veranstaltungen schmerzlich. Ich möchte mich daher bei allen, die uns durch eine Spende unterstützt haben, recht herzlich bedanken. Sie ermöglichen uns dadurch unseren Verein weiter am Leben zu erhalten und auch in Zukunft das kulturelle Leben unserer Stadt zu bereichern. Wirtschaftlich hat uns das Jahr 2020, wie vielen anderen auch, sehr zu schaffen gemacht und wir sind für jede Unterstützung dankbar.

Aber nicht nur wirtschaftlich, auch gesanglich werden wir einige Zeit brauchen, bis wir die fehlenden Singstunden aufgeholt und das alte Niveau wieder erreicht haben.

Ob wir unser Konzert in der Kirche wie ursprünglich geplant durchführen können, ist aktuell schwer zu beurteilen und mehr als fraglich. Sobald wir unser altes Leben wieder zurückbekommen, werden wir aber mit aller Kraft daran arbeiten, dass Sie uns so bald als möglich wieder live erleben dürfen und wir unserem Wahlspruch „Durch Lied und Sang begeistern wir..“ wieder getreu werden können.

Ihr seid toll – nur mal so!

An dieser Stelle möchten ich mich bei allen meinen Sängerkameraden für die Freundschaft und den Zusammenhalt in unserem Verein bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, dass nach den vielen langen Pausen und Einschränkungen immer noch alle bei der Stange sind. „Ihr seid echt eine tolle Truppe – vielen Dank, dass ich ein Teil davon bin“.

Zum Schluss

Vor wenigen Tagen wurde mit der Impfung gegen das Corona-Virus begonnen. Wir hoffen alle, dass damit die Pandemie soweit in den Griff zu bekommen ist, dass wir wieder auf- und durchatmen können. Wir hoffen, dass wir bald wieder gemeinsam singen und uns treffen dürfen.

Für das neue Jahr 2021 wünsche ich Ihnen auf diesem Wege vor allem Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und Zuversicht. Auf dass alles im neuen Jahr in Erfüllung geht, was Sie sich selber wünschen.

Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

Lassen Sie uns gemeinsam aus den vielen Steinen die uns 2020 in den Weg gelegt wurden im Jahr 2021 etwas Buntes, Schönes bauen.